Elsfleth

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Forstarbeiten im Stadtwald

Presseerklärung der Flächenagentur: Rodung vor Aufforstung

Wenn der Sommer in den nächsten Wochen wirklich ein Sommer ist, wird ab dem 18. Juli die Landwirtschaftskammer -Abteilung Forst- unter der Federführung von Herrn Dirks mit der Rodung des nördlichen Zipfels des Elsflether Stadtwaldes beginnen.

Der nunmehr 45 Jahre alte Stadtwald ist in die Jahre gekommen und in einigen Bereichen nicht mehr standfest. Das zeigt sich ganz deutlich an den Bäumen im Nahbereich des Radweges, die sich schon bedenklich in Richtung Fahrbahn neigen.

Um die Verkehrssicherheit nicht zu gefährden, wird im nördlichen Bereich mit dem Umbau des Waldes begonnen.

Aus dem Hybridpappelwald soll in diesem abgekleiten und dadurch sehr tief liegenden Bereich ein Erlenwald entwickelt werden. Der Erlen-Eschenwald war typisch für die Überflutungsbereiche der Weser. Da die Esche zur Zeit durch Triebsterben ausfällt, wird auf die Pflanzung dieser Baumart verzichtet. Weiter wird ein 20 m breiter Waldrand u. a. mit Strauchweidenarten entwickelt, um auch zukünftig die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Auf nicht ganz so feuchten Flächen wird ein Eichen-Hainbuchenwald entwickelt. Das zahlreich vorhandene Totholz soll erhalten und weiter durch Rücknahme einzelner Kronen gefördert werden. Hier wohnen u. a. einige Fledermäuse in verlassenen Höhlen oder hinter sich abschälender Baumrinde.

Für die Spaziergänger sollen die Wege erhalten werden und eventuell weitere hinzukommen. Informationstafeln, Sitzmöglichkeiten und eventuell eine Brücke als Verbindung zum Wohngebiet sollen zukünftig über Förderanträge umgesetzt werden. Für Anregungen und Wünsche von Seiten der Anlieger und Spaziergänger können Sie sich telefonisch mit Frau Krämer in Verbindung setzen (Tel. 04401/927-343).

Für den gesamten Umbau ist ein Zeitraum von fünf Jahren angedacht.

Auftraggeber ist der Eigentümer, der Landkreis Wesermarsch mit der Flächenagentur. Die Fläche wurde im Dezember 2015 als Ausgleichsfläche erworben.

Durch die Rodung und die anschließende Aufforstung mit standorttypischen Baumarten kann eine Aufwertung von 1-2 Werteinheiten erreicht werden. Ausschlaggebend hierfür ist auch die Möglichkeit der zusätzlichen Vernässung in Teilbereichen und die Anlage von Kleingewässern. Dies wird in enger Abstimmung mit der Moorriem-Ohmsteder Sielacht geplant.

Leider beginnt das Projekt mit Einschränkungen. Die B 212 wird in diesem Bereich zeitweise halbseitig gesperrt um die Stämme laden und abfahren zu können.